

Haltung
Fotografie ist für mich mehr als das Festhalten eines Motivs.
Sie ist eine Form des bewussten Hinsehens, ein Wahrnehmen von Licht, Raum und Stimmung.

Mich beschäftigen Landschaften und Lebensräume, in denen Bilder entstehen.
Nicht aus einem aktivistischen Impuls heraus, sondern aus Faszination, Respekt und einer wachsenden Sensibilität für ihre Veränderlichkeit.
Besonders die Berg- und Gletscherwelten der Schweiz ziehen mich an.
Ihre Ruhe, ihre Präsenz und ihre scheinbare Zeitlosigkeit stehen in einem stillen Kontrast zu ihrer tatsächlichen Fragilität.
Das bedeutet für mich auch, in der Natur zurückhaltend zu bleiben. Ich nähere mich Tieren nicht, um ein Bild zu erzwingen, sondern warte, bis sich eine Situation von selbst zeigt. In empfindlichen Gebieten wie den Gletschern bleibe ich auf markierten Wegen. Ein gutes Bild soll nicht mehr Spuren hinterlassen, als nötig sind.
Vielleicht schärfen meine Bilder auf leise Weise den Blick für diese Räume.



